Die Beschissenheit der Dinge

Die Beschissenheit der Dinge ist ein Film, den ich vor ca. 3 Wochen gesehen habe. Der Film passt zu einigen meiner Ansichten. Wenn man den eigentlichen Sinn, und den hab ich erst ganz am Ende begriffen, versteht, lernt man von ihm, dass die Dinge beschissen sind und verdammt DIE DINGE SIND BESCHISSEN! Menschen sind zum kotzen! Menschen, bei denen man denkt die Wege würden sich nie trennen, denen man so nah ist, dass man ihnen alles anvertraut drehen sich von Heute auf Morgen um 180° und verändern sich zu fremden, weit weit entfernten Personen.
Unsere Welt ist besessen von Egoismus, Fahrlässigkeit und Hass.
Widerlicher, brodelnder Hass. Egoismus, der die Menschen von innen auffrisst. Fahrlässigkeit, die Faulheit miteinschließt und Menschen auseinander bringt.

"Das Leben ist kein Ponyhof", ein Spruch den ich schon seit ich ein Kleinkind war von meinen Großeltern zu hören bekomme und ich würde sagen dass dieser Spruch zu den wichtigsten Dingen gehört, die sie mir mit auf den Weg gegeben haben. Natürlich auch Liebe, Geborgenheit und Vertrauen, das ist komplett außer Frage gestellt, jedoch auch das Wissen, dass die rauen, gefährlichen Klippen der Welt niemanden verschont lassen!

Was macht man, wenn man sich als 15-jähriges Mädchen allein und unnötig fühlt, obwohl man Freunde und Liebe in seinem Leben hat? Ich weiß nicht. Es geschehen täglich so viele grauenhafte Dinge und ich weiß, dass ich niemals gegen diese Dinge vorgehen kann. Menschen sterben, Menschen werden gefoltert, gefangen gehalten, gekidnapped, gequält und gedemütigt und keiner tut etwas. Nein, NIEMAND!
Ist es vielleicht dieses Wissen, welches alles sinnlos, dumm und überflüssig erscheinen lässt?
Das Schlimme ist, dass ich gar nichts unternehmen will! Viel zu gefährlich wäre die Reise mit dem Ziel zu wissen warum die Menschen so sind wie sie sind und warum sie Taten des Grauens begehen.
Man kommt sich nutzlos vor, wertlos. Warum existiere ich? Warum existierst Du? Fragen, die mir niemals jemand beantworten wird. Die Unendlichkeit des Weltalls ist zwar in keinster Weise greifbar für mich und eigentlich interessiere ich mich auch nicht dafür, allerdings komme ich mir im Verhältnis überflüssig vor.
In einigen Jahren, vielleicht auch schon morgen, wer weiß, werde ich tot sein. Man wird um mich trauern, man wird an mich denken, doch nicht für immer. Mein Geist, mein Wesen, meine damalige Existenz wird vergessen sein und keiner wird sich mehr an mich erinnern. Wofür also diese Quälerei, die sich Leben nennt auf sich nehmen?
Was tut man um unsterblich zu werden? Was kommt nach dem Tod? Ich wüsste es zu gern..
Früher hab ich immer gesagt : Wenn es nach dem Tod nichts mehr ist, alles schwarz und man einfach nichts mehr ist, wofür ist dann das Leben dar? Gäbe es kein Leben nach dem Tod, so ist das normale Leben ohne Sinn. Damals war ich allerdings der festen Überzeugung, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und jeder einzelne Mensch damit einen Sinn hat!
Mittlerweile sehe ich das völlig anders. Es gibt keinen Sinn und damit auch kein Leben nach dem Tod.
Die Hölle ist dementsprechend meiner Meinung nach das Leben, genauso wie es der Himmel sein kann.
Manche Menschen machen aus ihrem Leben den Himmel, meins ist auf paradoxe Art und Weise die Hölle. Nicht immer, aber oft.



Salut!

14.7.12 21:07

bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Andreas / Website (17.7.12 10:33)
Hm, es ist nicht ganz einfach etwas zu diesen Dingen zu sagen.Was die Menschen angeht so sehe ich die Dinge ganz ähnlich, so ungern ich das zugebe. Denoch versuche ich authentisch zu sein, und so verlässlich wie ich kann. Es gibt nicht nur das eine Extrem. Und ich habe gelernt dass unsere Macht begrenzt ist, auf den kleinen Raum um uns herum. Wir sind nicht fähig den Lauf der Welt zu ändern oder alles Böse anzprangern und zu vernichten, aber wir können im Garten eine Blume pflanzen und jemandem zulächeln. Die Medien lassen uns vielleicht glauben dass unsere Welt unendlich wäre, aber unsere Welt ist das was uns täglich umgibt, das was wir sehen und fühlen können. Und hier sind wir nicht ohne Macht, du nicht und ich auch nicht. Und dass ich etwas über die Hölle schreibe bevor ich deinen Beitrag überhaupt nur gelesen habe ist doch seltsam, oder? Ich glaube - was den Tod und das danach angeht - hattest du früher ein besseres Gespür als jetzt. In mir liegt eine große Sicherheit bezüglich dieser Dinge, und ich glaube das niemand verlorengeht und völlig aufhört zu existieren. Die Gründe dafür lassen sich schlecht vermitteln, aber es ist auch irgendwie logisch, finde ich. Deine Gedanken, deine Liebe, deine Traurigkeit, alles bloß chemische Reaktionen im Kopf? Wie unsinnig und langweilig solche Erklärungen sind, für mich. Und dennoch muss man die Dinge ja nicht auf meine Art sehen. Wenn du sagst dass das Leben Himmel und Hölle sein kan ist es nicht verkehrt, und auch dass wir darauf durchaus Einfluss haben. Ich finde deine Gedanken toll, und wie du siehst regen sie mich an darüber nachzudenken. Und was gibt es besseres als das? Liebe Grüße vom Frosch!


ich (17.7.12 14:06)
Wahrscheinlich sollte ich die positiven Seiten einfach mehr zulassen. Meine damalige Einstellung hat mir das Leben auch um einiges leichter gemacht.
Ja, das mit den chemischen Reaktionen wäre zu.. einfach. Wäre das so, dann bräuchte man keine Emotionen und diese sind ja zweilfelsohne bei jedem Menschen vorhanden.
Danke, das freut mich sehr!
Der Pinguin grüßt zurück!


Andreas / Website (17.7.12 18:11)
Und das Murmeltier..äh...der Frosch grüßt schon wieder zurück, weil er langweilig ist und ihm nichts anderes einfällt..lach. Puh, bin ich anstrengend... .


ich (17.7.12 19:28)
Nein das bist Du nicht! Aber der Pinguin hatte heute noch keine Zeit um auf die Mail zu antworten.
Sobald ich Zeit hab schreibe. Ich denke das wird noch heute Abend sein!

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